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Recruiting Trends - die man im Auge behalten sollte

Wir haben eine Liste von Trends zusammengestellt, die in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen werden und die man heute schon im Auge behalten sollte!

Dieser Artikel befasst sich mit sechs Rekrutierungspraktiken, die in Zukunft immer wichtiger werden:

  • Wettbewerbsanalyse ist noch kein Standardverfahren. Auch wenn die Personalgewinnung ganz klar einem Wettbewerb folgt, sind die meisten Rekrutierungsfunktionen ausschließlich nach innen gerichtet. Leider lässt sich nur schwer ein Wettbewerbsvorteil erwirken, ohne einen Seite-an-Seite-Vergleich der eigenen Vorgehensweise bei der Personalplanung mit jener der Konkurrenz zu vergleichen. Dies erfordert es aber auch, einen Plan zu entwickeln, um die Schritte der konkurrierenden Personalvermittlung vorherzusehen und diesen effektiv zu begegnen.
  • Die Methoden der Marktforschung werden dazu führen, Kandidaten besser zu verstehen. Eines Tages werden Recruiter feststellen, dass sie nicht effektiv Topkandidaten finden können, ohne vollständig zu erfassen, auf welche Weise diese nach einer Stelle suchen und welche Aspekte an einer bestimmten Firma oder einer Stelle reizvoll sind. Im Bereich des Kundendienstes werden Ergebnisse der Marktforschung bereits seit Jahren erfolgreich angewendet, und irgendwann wird diese Methode zweifellos in der Personalabteilung aller Top-Firmen Einzug halten, sowohl für die Anwerbung von erfahrenen Mitarbeitern, als auch für frischgebackene Hochschulabsolventen.
  • Firmen müssen damit beginnen, einen künftigen Talentpool zu erfassen. Die besten Rekrutierungsmethoden blicken nach vorne und versuchen, künftige Talente bereits dann im Auge zu behalten, wenn sie noch lange nicht benötigt werden. Diese Vorgehensweise erfordert es, einen künftigen Talentpool zu identifizieren. Führende Unternehmen werden schließlich lernen, ihr standardmäßiges Besetzungsverfahren einer offenen Stelle mit dem proaktiven Werkzeug des Talentpools zu kombinieren. Um dies zu ermöglichen, müssen die Top- Talente der jeweiligen Branche zunächst identifiziert und beobachtet werden, mit dem Ziel, diese eines Tages anzuwerben, sobald sie dazu bereit sind. Immer mehr Unternehmen werden auch Fortbildungseinrichtungen als Talentpool betrachten, andere wiederum werden sich hierbei etwa auch auf Empfehlungen bereits vorhandener Mitarbeiter verlassen.
  • Arbeitsproben im Internet werden ein Schlüsselelement des Sourcing werden. Immer mehr Menschen posten Arbeitsproben, Bilder, Videos oder ganze Portfolios im Netz, sodass es bald üblich sein wird, Talente vor allem auf diesem Wege ausfindig zu machen. Zudem wird die Auswertung bereits geleisteter Arbeit auf diese Weise ein akkurates Mittel zur Qualitätseinschätzung.
  • Die Anwerbung von Kandidaten ohne Abschluss oder klassische Referenzen wird gängiger werden. Unternehmen wie Google, Facebook und die meisten Startups, haben mit bemerkenswertem Erfolg Mitarbeiter ungeachtet ihres akademischen Status angeworben. Somit wird es wohl auch für große Unternehmen bald üblich sein, weniger Wert auf den akademischen Grad ihrer Bewerber zu legen. Immerhin haben manche Auswertungen bereits ergeben, dass dieses Vorgehen im Wirtschaftssektor ähnliche Erfolgsraten verspricht, wie etwa im Sport- und Unterhaltungssektor.
  • Obwohl individualisierte Ausschreibungen derzeit noch ein sehr seltenes Verfahren darstellen, werden künftig immer mehr Firmen dazu übergehen, ihre Ausschreibungen individuell zu gestalten und auf einzelne, besonders vielversprechende Kandidaten zuzuschneiden.

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Abschließende Worte

Auf Recruiter in Unternehmen in besonders wachstumsstarken Branchen, wird unweigerlich ein erhöhter Konkurrenzdruck zukommen, sei dies in den Bereichen der Technologie, der mobilen Plattformen, der Sozialen Medien, dem Baugewerbe oder des Gesundheitswesens. Außerdem wird das Jahr 2014 für Schlüsselpositionen jeglicher Branchen eine erhöhte Nachfrage nach High Performern, Technologen und Innovatoren mit sich bringen. Tatsächlich bestätigt eine kürzlich unter Firmenvorständen getätigte Umfrage, dass 77% aller Unternehmen gegenwärtig bereits ihre Rekrutierungsstrategien umwandeln, was die oben aufgeführten Punkte nochmals bekräftigt.

Personalabteilungen müssen einsehen, dass sie blitzschnell handeln müssen, wenn sie den gegenwärtigen Trends und vor allem ihren Konkurrenten voraus sein möchten. Nur so lässt sich der Rekrutierungsmarkt erfolgreich beherrschen. Jedes Zögern erschwert nur weiter den Anschluss an einen sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt und spielt der Konkurrenz in die Hände.

Um an der Spitze zu bleiben, ist es außerdem notwendig, vorausschauend zu planen und talentierte Kandidaten auch bereits dann im Auge zu behalten, wenn das Jahresbudget noch nicht vorliegt.

Natürlich ließe sich nun trefflich darüber streiten, welche HR Trends im nächsten Jahr womöglich die größte Rolle spielen werden. Eins jedoch ist sicher: Große Veränderungen sind kaum zu vermeiden.

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Themen: Personalmarketing Recruiting Tipps