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Fehler, die selbst erfahrene Recruiter machen

13.01.2014 14:52:09

Erfahrung ist in vielen Fällen eine gute Sache, aber auch erfahrene Recruiter machen Fehler. Als Personalchef, suchen Sie wahrscheinlich immer nach erfahrenen Mitrarbeitern und vielleicht ist es gerade Ihre Erfahrung, die Ihnen als Entscheidungshilfe dient, wenn sie Ihre Bewerber und Mitarbeiter bewerten.

Häufig ist es ein ganz bestimmter Fehler, der  vor allem bei den erfahrenen Personalchefs vorkommt. Aber was ist es nun, das Ihre Erfahrung als Recruiter in eine Last verwandeln kann? Es ist, wenn Ihre Erfahrung die Fähigkeit zuzuhören verdrängt, oder diese sogar ersetzt. Lassen Sie mich nun erklären, wie das passieren kann, und Ihnen fünf spezielle Regeln zeigen, die Ihnen helfen sollen diesen teuren Fehler zu vermeiden.

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Regel #1: Vermutungen anstellen

Haben Sie als erfahrener Personalchef jemals gezählt wie viele potentiellen Bewerber und Mitarbeiter sie sich angeschaut haben? Wahrscheinlich waren es Tausende. Sie sind wahrscheinlich sogar stolz auf Ihre Fähigkeit vorhersagen zu können, was ein Bewerber oder Mitarbeiter sagen wird. Sie haben wahrscheinlich dieselben Einwände, Berufswünsche, Hoffnungen und Ängste immer und immer wieder gehört.
Es ist wahr, teilweise werden Sie wahrscheinlich in der Lage sein, Antworten oder Fragen Ihrer Bewerber und Kunden vorhersagen zu können. Doch die Gefahr, dass sie aufhören zuzuhören ist groß, wenn Sie bereits im Vorhinein davon ausgehen die Antwort zu kennen.
Und wenn Sie aufhören zuzuhören, laufen Sie Gefahr die Kontrolle über das Gespräch zu verlieren und sinnvolle Fragen stellen zu können.

Regel #2: Multitasking

Sie können keine Kontrolle über Ihr Gespräch haben, und wirklich zuhören, wenn Sie währenddessen Ihre Emails beantworten oder auf Anfragen antworten.
Es ist leider gang und gäbe für viele erfahrene Personalchefs zu denken, sie können Zeit sparen, sich während des Gespräches mit Bewerbern und Mitarbeitern auf andere Sachen konzentrieren und diese schnell zu erledigen.
Aber die Untersuchung, zeigt klar und deutlich, vielleicht sogar alarmierend deutlich: Multitasking verschwendet mehr Zeit als sie nützt, und lässt unsere Konzentration und Kreativität deutlich absinken. Ich würde sogar sagen, dass sie außerdem die Fähigkeit aktives Zuhören zu entwickeln, limitiert. Mein Ratschlag hierfür ist einfach. Wenn Sie das nächste Mal Kunden oder Bewerber interviewen, geben Sie Ihnen auch Ihre volle Aufmerksamkeit! Wenn Sie unter Zeitdruck stehen, dann finden Sie andere Wege produktiv zu sein – Wege die Ihre Fähigkeit nicht aufs Spiel setzten dem Gespräch genau folgen zu können.

Regel #3: Unterbrechen

Ein weiteres, klassisches Merkmal des "nicht Zuhörens" ist das Unterbrechen der Bewerber und Mitarbeiter. Ich habe schon erfahrene Recruiter dabei erlebt, wie sie sich aufregten (wiederum unnötiger Weise, basierend auf ein oder zwei Wörtern und dem nicht aufmerksamen Hinhörens) und Bewerbungsgespräche vorzeitig beendeten. Ein sorgfälltiges Zuhören und Geduld sind erforderlich um dem Gegenüber ausreichend Zeit zu geben, um auf Ihre Fragen auch zu antworten und sich selbst richtig ausdrücken zu können.
Hier könnte wieder einmal Ihre Erfahrung hier zum Problem werden. Sie unterbrechen, weil Sie bereits gehört haben, was zuvor gesagt wurde, und nehmen an, dass Sie bereits wissen worauf alles hinausläuft, bevor Sie die Person aussprechen ließen. Seien Sie vorsichtig! Versuchen Sie jedes Gespräch so zu führen, als wäre es das Erste! (mit einer offenen Einstellung, Eifer und ohne Vorurteile).

Regel #4: Nicht die nötige Ruhe geben

Manche erfahrene Personalchefs können auf Auto-Pilot schalten und Frage um Frage durchgehen, ohne mal kurz Luft zu holen. Ihre Erfahrung wird Ihnen wahrscheinlich in der Tat den Vorteil geben, in vielen Situationen einfach zu wissen, was zu tun ist, aber vermeiden Sie zu schnelles Vorangehen auf Kosten des Zuhörens. Manchmal ist langsamer, besser – vor allem wenn es um aktives Zuhören geht.
Momente der Stille sind Sie persönlich oft teilweise kritisch, wenn Sie ein erfahrener und extrovertierter Chef sind. Gerade wenn Sie einen eher ruhigeren und introvertierten Bewerber einstellen möchten, könnte dies zum Probem werden. Menschen mit einer ruhigeren Persönlichkeit brauchen vielleicht etwas mehr Zeit, ihre Gedanken zu ordnen und eine passende Antwort zu geben und bevorzugen es eher „vorher zu denken, als zu sprechen“. Verlangsamen Sie die Unterhaltung und Sie werden für ein angenehmeres Gespräch sorgen.

Regel #5: Alles wissen

Ihre Erfahrung kann Sie in ein virtuelles Lexikon Ihrer Firma, Kunden oder Mitarbeiter verwandeln und Ihnen die Möglichkeit geben 100 Prozent der üblichen Fragen Ihrer Mitarbeiter und Bewerber beantworten zu können. Das ist zwar nicht schlecht, aber die Gefahr besteht (meist unwissend) als Besser-Wisser angesehen zu werden.
Wenn Sie zu schnell antworten, nicht denken und zuhören, oder das Gefühl vermitteln nicht offen für neue Ideen, Ansichten und Lösung zu sein, können Sie ein harmonisches Verhältnis gefährden – vor allem bei den eher passiven Bewerbern.
Statt schnell zu antworten, hören Sie lieber zu, und zeigen Sie ein natürliches Interesse an dem was andere zu sagen haben, bevor Sie antworten.
Denken Sie an das alte Sprichwort: Es ist Ihnen egal wie viel Sie wissen, bis sie wissen, wie viel Sie über andere wissen wollen! Und vergessen Sie nicht, Sie zeigen Interesse indem Sie zeigen, dass Sie zuhören können! Wenn Sie mit Interesse zuhören, und schlagfertige Fragen stellen – vor allem Fragen die es dem anderen ermöglichen sich selbst zu erklären – erhalten Sie einen zentralen Wettbewerbsvorteil.

In unserem Beitrag "Recruiter" finden Sie weitere Materialien über alles, was Recruiter wissen müssen.

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