Der Blog rund um Recruiting, Personalmarketing & Employer Branding

Was hat sich in den letzten 10 Jahren im Recruiting verändert?

Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Noch im Jahr 2005 bestand in Deutschland eine Arbeitslosenquote von 12 %. Dies hatte zur Folge, dass der Kandidat ein aktiv suchender Kandidat war, der auch einen umständlichen Bewerbungsprozess auf sich genommen hat, um einen Job zu finden.

Veränderung der Arbeitslosenquote

Inzwischen herrscht eine Arbeitslosenquote von nur noch 4 %. Dies bedeutet, dass sich auch das Verhalten des Kandidaten geändert hat. Der Kandidat von heute ist nicht aktiv suchend, sondern befindet sich in einer festen Anstellung. Der Kandidat ist, was den Bewerbungsprozess angeht, anspruchsvoller geworden. Aber nicht nur das, den passiven Kandidaten können Sie nur durch einen besseren Mehrwert überzeugen, den Ihr Unternehmen ihm bietet.

In den letzten 10 Jahren hat eine starke Digitalisierung stattgefunden. Folgende Portale und Webseiten spiegeln die Digitalisierung wieder und haben sich gerade in den letzten 10 Jahren rasant entwickelt.

 

Entwicklung der Portale - Digitalisierung

 

2000er: Die Verwaltung von Bewerbern wird zur Hauptaktivität

Mit dem Web 2.0 ging zu Beginn der 2000er auch die Stellenbörse online. Dieser Trend wurde weiter beflügelt, als Bewerbungen vermehrt per E-Mail verschickt wurden. Dieser Medienwechsel von offline zu online führte zur fast vollständigen Abschaffung von Papier-Bewerbungen per Post.

Fast zeitgleich entstanden Bewerbermanagementsysteme (BMS), die den Bewerbungs-Workflow standardisierten und vor allen Dingen digital abbildeten. In den letzten 10-15 Jahren haben sich diese Systeme weiterentwickelt und den Bewerbungsprozess weiter automatisiert. Einige der wichtigsten Features der letzten 2-3 Jahre sind sicherlich die Einführung von Analysen, Reports und Dashboards, mit denen die Effektivität des eigenen Bewerbermanagement-Prozesses gemessen und damit optimiert werden kann.

Seit 2010: Die Stellenbörse bekommt Konkurrenz

Mit dem Erfolg von Google, Xing, Facebook und Co. im Produktmarketing wurden ebenfalls neue Kanäle geschaffen. Somit verlagerte sich der Schwerpunkt des Recruiters weg vom reinen Verwalten nach dem Bewerbungseingang hin zum Erreichen des Bewerbers durch die Nutzung verschiedener Kanäle. Der Recruiter hat demnach in den letzten Jahren bereits ein Verständnis der Dynamiken dieser neuen Recruiting-Kanäle aufgebaut.

Darüber hinaus findet seit dem Siegeszug der Smartphones und Tablets ein neuer Medienwechsel im Recruiting hin zu mobilen Stellenanzeigen statt. Dies wird, wie im Produktmarketing, dem Recruiter in Zukunft weitere Kanäle eröffnen.

Digitalisierung

2017: Digitalisierung 4.0 eröffnet neue Wege für das Recruiting

In den kommenden Jahren wird der Fokus auf den wesentlichen Kanal-Mix elementar wichtig sein. Aufgabe des Recruiters im Jahr 2017 wird es demnach sein, herauszufinden, welche der zur Verfügung stehenden Kanäle für das eigene Unternehmen funktionieren oder noch detaillierter, welcher Kanäle für eine bestimmte Stelle am besten funktionieren. “Welche Kanäle bringen die meisten qualifizierten Bewerbungen? Welche Kanäle sind auf Bewerbungskosten-Basis attraktiv?” werden zwei der wichtigsten Fragen sein, die den Recruiter von morgen ständig begleiten werden. 

Aufgrund von begrenzten Ressourcen kann der Recruiter auf eine weitere Automatisierung durch marketing-orientierte Recruiting-Features im BMS zurückgreifen. Der Fokus auf die Recruiting-Automatisierung ist die logische Weiterentwicklung des klassischen BMS.

New call-to-action

Themen: Recruiting Bewerbungsprozess Mobile-Recruiting Digitalisierung