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Wetten, Ihr Kandidat liebt Inbound Sourcing? - 3 Gründe

Die Personalakquise von gestern ist nicht mehr die von heute. Das wissen alle modernen Unternehmen. Die Zeiten von „Stellenausschreibung ist gleich Stellenbesetzung“ sind endgültig vorbei.

Selbst die kleinsten Unternehmen gehen deshalb auf Messen, halten Vorträge an Universitäten, machen Veranstaltungen in Schulen, und schalten hier und da mal eine Personalmarketing-Kampagne in Form einer oder mehrerer Anzeigen.

Das oberste Ziel ist es, eine Marke zu haben: eine Arbeitgebermarke bzw. Employer Brand. Genauer gesagt ist das die Beziehung, die ich mit meinen Kandidaten pflege und Inbound Sourcing entspricht genau dem.

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Wenn ich die Kandidaten, also meine Zielgruppe, richtig verstehe, dann werde ich erfolgreicher mit meinen Personalmarketing-Aktivitäten und auch mit meinem Recruiting sein.

Deshalb möchte ich hier drei Blickpunkte von Kandidaten beschreiben, welche Ihnen einen Denkanstoß geben sollen, und zeigen, warum Inbound Sourcing auch in Ihrem Haus wichtig ist. Ungeachtet dessen, ob Sie der große Konzern, das mittelständische, familiengeführte Unternehmen, oder das kleine Startup sind.

1. Ihre Karriereseite

Jedes Unternehmen hat eine Karriereseite. Bei manchen wird diese täglich gepflegt, ist auf Zielgruppen abgestimmt und unterliegt einem ständigen Testen und Optimieren. Bei anderen wiederum ist es lediglich eine Seite, auf der „aktuell sind keine Stellenangebote vorhanden“ steht. Die eine wird am Tag von 5000 Interessenten besucht, die andere schafft diese Anzahl im Jahr. Beide vereint, dass es ein Kandidat ist, der auf sie zugreift.

Es ist beispielsweise der begeisterte Kandidat, der schon immer bei Ihnen arbeiten wollte. Angenommen, der eben Erwähnte kommt Monat für Monat auf Ihre Karriereseite, findet für sich jedoch nie einen passenden Job. Irgendwann verliert er die Lust daran, weiter zu schauen. Das würde höchstwahrscheinlich jedem von uns genauso gehen.

Oder es ist der erste Besucher, der gerade das erste Mal bei Ihnen ist. Er hat Positives über Sie als Arbeitgeber gehört und arbeitet vielleicht bei einem Zulieferer oder einem Konkurrenten. Wenn er aber in diesem Moment nichts Passendes findet, ist er vielleicht ein für alle Mal für Sie verloren.

 

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 Warum bieten Sie also nicht die Möglichkeit an, Ihre „Jobs zu abonnieren“ und beginnen dann Ihr Inbound Sourcing?

 

2. Ihre Stellenanzeige

Die Stellenanzeige ist Personalmarketing- und Recruiting-Instrument in einem. Das Problem ist, dass sie die Unternehmen aktuell oft nur als Recruiting Instrument betrachten.

Dies führt dazu, dass in der Stellenanzeige nur darauf hingewiesen wird, dass man sich jetzt bei Ihnen bewerben kann. Wenn Sie aber nur den Bewerbungspfad anbieten, kann der Kandidat, welcher sich für Ihr Unternehmen interessiert, aber nicht die erwünschten Anforderungen mitbringt, die Stellenanzeige lediglich schließen.

Wenn Sie auch an den überzeugten Kandidaten denken und diesen als zukünftiges, wichtiges Potential betrachten, bieten Sie Ihm einfach die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben und weitere Jobs bei Ihnen zu abonnieren.

 

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3. Ihre Mitarbeiter

Jeden Tag kommen zehn, 100, 1000 oder 10 000 Mitarbeiter in Ihr Unternehmen, sind wie treue Wiederkäufer. Gerade in MINT-lastigen Unternehmen muss man heute davon ausgehen, dass jedes dieser Kandidaten schnell eine neue Beschäftigung findet, wenn die aktuelle ihm nicht mehr zusagt.

Diese Mitarbeiter sprechen über Ihren Arbeitgeber – am Stammtisch, bei Geburtstagen (mit Freunden) oder in anderen geselligen Runden.

Das Ziel ist es, Ihre Mitarbeiter zu Botschaftern des Personalmarketings Ihres Unternehmens zu machen. Wenn Sie die neue Möglichkeit, „Jobs zu abonnieren“, unter Ihren Kolleginnen und Kollegen kommunizieren, werden sie genau diese Thematik im Freundes- und Bekanntenkreis weitererzählen.

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Ihre Inbound Sourcing-Datenbank wird sich schrittweise immer weiter füllen und zu Ihrem Empfehlungsmarketing-Motor avancieren.

Wir haben diese Methodik schon bei sehr vielen Unternehmen gesehen. Wie mir einmal ein Unternehmer gesagt hat, sind gerade die über Empfehlungsmarketing gewonnenen Kandidaten interessant, da diese durch das vorhandene Netzwerk im Unternehmen eine ganz andere, tiefere Bindung ans Unternehmen haben.

Fazit

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, wie Inbound Sourcing auch nachhaltig den Kandidaten unterstützt. Ein Service für Kandidaten zeigt schließlich auch, dass Sie sich mehr Gedanken um sich als guten Arbeitgeber machen.

Zusätzlich können Sie plötzlich auch mit direkten Personalmarketing-Aktionen arbeiten und sind nicht mehr darauf angewiesen, dass der Kandidat auf Ihrer Seite etwas Neues entdeckt, sondern senden Ihm einfach mal einen Newsletter: „Ostergrüße“, „Weihnachtsgrüße“, eine „Einladung auf meine Recruiting-Messe“ oder „Zum Tag der offenen Tür“. Es gibt viele Szenarien, in denen Sie sich dann als interessanter Arbeitgeber präsentieren können.

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Themen: Personalmarketing Employer branding Inbound Sourcing