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Lohnt sich Inbound Sourcing für mich?

Inbound Sourcing ist der Ausbau der eigenen Arbeitgebermarke, um aus deren Stärke relevante Positionen schnell zu besetzen. Hierzu beginnen Sie als Unternehmen, Ihre Interessenten in einem Pool zu sammeln und diese schrittweise für Sie als Arbeitgeber zu begeistern. Bevor Unternehmen bei uns Kunde werden, kommen im Gespräch meist ein paar Fragen auf. Die drei Wichtigsten würden wir gerne kurz beantworten.

  1. Warum sollte ich heute investieren und nicht erst, wenn ich eine Stelle ausschreibe. Was bringen mir Interessenten?
  2. Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt Interessenten haben?
  3. Ich glaube, unser Unternehmen ist zu klein, das ist nur was für große und bekannte Unternehmen.

1. Warum sollte ich heute investieren und nicht erst, wenn ich eine Stelle ausschreibe. Was bringen mir Interessenten?

Top Kandidaten sind immer in einer Beschäftigung. Egal ob es der Produktionsmitarbeiter ist, der dreimal so schnell arbeitet wie die anderen, der Vertriebsmitarbeiter, der doppelt so viel Umsatz generiert oder die Führungskraft, die den Fortschritt Ihres Unternehmens so stark positiv beeinflusst ( Ihr “Game Changer” ). Diese Top Leute hätte gerne jedes Unternehmen.

Diese Leute ins Unternehmen zu bringen, ist Aufgabe des Personalwesens bzw. des Human Resource Managements. In großen Unternehmen gibt es dafür extra Disziplinen, die den Titel “Personalmarekting” oder “Employer Branding” tragen, in kleineren Unternehmen muss dies die Personalleitung miterledigen oder es ist sogar die Aufgabe des Geschäftsführers persönlich.

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Qualitativ gute Kandidaten überhaupt zum Wechsel bewegen

Um qualtitativ gute Kanidaten zu begeistern, eignet sich ein Beispiel, dass ich einmal mit einem Kunden zusammen entworfen habe.

Gehen wir davon aus, dass Sie ein Auto fahren. Das funktioniert auch und bringt Sie von A nach B. Würden Sie ohne Grund, ins Blinde hinein, ein neues Auto einer unbekannten Marke kaufen? Wahrscheinlich genau so wenig wie ich. Die Investitition in ein neues Auto ist eine intensiver Entscheidungsprozess. Ein Auto ist relativ teuer und es muss die nächsten Jahre fahren. Ungerne will man nach dem Kauf eine böse Überraschung, wie beispielsweise einen Motorschaden erleben.

 

   Beispiel eines Kaufentscheidungsprozesses

   

Ähnlich ist es auch bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers. Menschen, die in einer Beschäftigung sind, benötigen mehr Zeit, um Sie als Unternehmen kennenzulernen und Ihre Mehrwerte zu verstehen. Die Kandidaten müssen für sich, sowie für ihre Familie, einen Grund finden, zu Ihnen zu wechseln. Diesen Entscheidungsprozess können Sie mit Inbound Sourcing unterstützen, indem Sie die Kandidaten früh binden und Informationen liefern, welche den Entscheidungsprozess fördern und unterstützen.

Zusätzlich kommt bei der Rekrutierung ein weiteres Problem hinzu. Wenn Sie sich einmal für einen Autokauf entschieden haben, gehen Sie ins Autohaus und kaufen sich eines. Haben Sie sich aber einmal für einen Arbeitgeber entschieden, dann besuchen Sie unter Umständen die Karriereseite und da findet sich zu diesem Zeitpunkt vielleicht kein passender Job.

Inbound Sourcing als Wettbewerbsvorteil

Der Wettbewerb um Fachkräfte wird auch in Zukunft weiter voranschreiten. Unternehmen, die sich heute schon mit ihrer Arbeitgebermarke beschäftigen und einen Interessentenpool aufbauen, sind klar im Vorteil, was zukünftige Rekrutierungen angeht und machen sich mit einer eigenen Interessentenbasis unabhängig von Arbeitsmarktschwankungen.

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2. Ich weiß gar nicht, ob wir überhaupt Interessenten haben?

Tag für Tag geht Ihrem Unternehmen bereits heute schon Interessenten-Potential verloren. Denn Sie geben Ihren Interessenten nicht die Möglichkeit, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

  1. Das größte Potential stellt daher natürlich der anonyme Besucher Ihrer Karriereseite dar. Also Menschen, die Ihre Karriereseite besuchen, für die Sie aber aktuell kein passendes Stellenangebot haben.
  2. Ein Netzwerk, welches Sie heute nur rudimentär oder gar nicht verwenden, bilden Freunde und Bekannte Ihrer Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter redet über seinen Arbeitgeber. Immerhin sind es “Wiederkäufer”, die jeden Tag neu zu Ihnen kommen, obwohl es aktuell genug andere Stellenangebote gäbe.
  3. Messestandbesucher, die entweder bei Ihrer Recruiting-Messe am Stand waren, aber auch bei Ihrer Vertriebsmessen gehen verloren, wenn man mit ihnen nicht in Kontakt bleibt.
  4. Aber auch die sogenannten “ Silber- und Bronzemedailliengewinner”, die nicht zu einer ausgeschriebenenen Stelle passten und eine Absage erhalten mussten, gehen verloren, wenn man mit ihnen nicht in Kontakt bleibt.
  5. Genauso wie ehemalige Praktikanten, Werkstudenten, Diplomanden und all die, die mit ihrem Unternehmen in Kontakt gekommen sind gehen verloren, wenn man mit ihnen nicht in Kontakt bleibt.

Erfahrungsgemäß ergeben sich - je nach Unternehmensgröße - hunderte oder tausende Kontaktpunkte zu Interessenten pro Jahr. Überprüfen Sie einmal ihre Zugriffsdaten auf Ihre Webseite und überlegen Sie sich, wie viele Interessenten davon schon in Ihrer Interessentenbank sein könnten.

Das Wachstum ihrer Datenbank liegt in ihrer Hand. Der Anstieg ist in der Regel linear und spiegelt die Reichweite Ihrer Arbeitgebermarke wieder.

Durch gezielte Personalmarketingaktivitäten können Sie aber das Wachstum ihrer Interessentenbasis exponentiell steigern, indem Sie sich als Arbeitgeber weiter auf die Werbung konzentrieren. Das kann schon mit einer Fußnote in Ihren Unternehmens E-Mails beginnen, ein Hinweis auf Ihre Interessentenbank in Presseartikeln oder ein Personalmarketing Newsletter stellen weitere Möglichkeiten dar.

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3. Ich glaube, unser Unternehmen ist zu klein, das ist nur was für große und bekannte Unternehmen

Ausbau Ihrer Arbeitgebermarke

Die Reichweite Ihrer Arbeitgebermarke unterschätzen viele Unternehmen. Selbst das Netzwerk eines kleinen 30 Mann Unternehmens ist für die Rekrutierung schon Gold wert. Sie wissen nicht, wann Ihr Kollege über Ihr Unternehmen Positives erzählt und welche Interessenten damit zu Ihnen gebracht werden.

Denkbar ist, dass dieser Kollege am vorigen Tag auf einer Familienfeier war. Er erzählt den 10 Leuten, die dort sind, was er beruflich macht. Zwei von ihnen recherchieren mithilfe ihres Handys über Ihr Unternehmen.

Vorteil: Kostenkontrolle

Die Eintrittsbarriere in das Inbound Sourcing ist gering. Es ist eine Software notwendig, um einen Interessentenpool aufzubauen, danach wächst dieser jedoch von alleine.

Der fixe monatliche Betrag für die Software ist eine gut zu kalkulierende Konstante und erspart gerade kleinen Unternehmen sprunghaft ansteigende Recruitingkosten, wie sie zum Beispiel durch den Einsatz eines externen Dienstleisters entstehen würden.

Dazu wird die Time To Hire verkürzt, die einen Kostenfaktor darstellt. Die Dauer bis zur Einstellung wird - im Vergleich zu konventionellen Recruiting Methoden - signifikant kürzer. Ihr eigener Interessentenpool enthält bereits interessierte Kandidaten, die lediglich angeschrieben werden müssen.

Jetzt mit Inbound Sourcing starten

In Talention haben wir unsere Erfahrungen im Inbound Sourcing abgebildet. Unsere Software ermöglicht Ihnen, schon heute Ihre Interessenten zu binden und mehr Erfolg im Ausbau Ihrer Arbeitgebermarke zu haben.

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Themen: Employer branding Inbound Sourcing Trends