Der Blog rund um Recruiting, Personalmarketing & Employer Branding

Active Sourcing im IT-Recruiting: Was Sie dazu wissen sollten

Direktansprache oder auch Active Sourcing bedeutet die persönliche Ansprache einer einzelnen Person, um den Kandidaten für sein Unternehmen zu gewinnen. Gerade im IT Bereich ist dies die gängigste und erfolgversprechendste Methode, um Kandidaten zu finden. Was Sie in Bezug auf die Direktansprache im Recruiting beachten sollten, erfahren Sie in unserem Artikel.

Das Konzept der Direktansprache wird wegen der momentanen Lage des Arbeitsmarktes immer bedeutender. Der Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren gravierend verändert. Noch im Jahr 2005 bestand in Deutschland eine Arbeitslosenquote von 12 %. Dies hatte zur Folge, dass der Kandidat ein aktiv suchender Kandidat war, der auch einen umständlichen Bewerbungsprozess auf sich genommen hat, um einen Job zu finden.

Inzwischen herrscht eine Arbeitslosenquote von nur noch 4 %. Dies bedeutet, dass sich auch das Verhalten des Kandidaten geändert hat. Der Kandidat von heute ist nicht aktiv suchend, sondern befindet sich in einer festen Anstellung. Die passiven Kandidaten können nur durch einen Mehrwert überzeugt werden, den der jetzige Arbeitgeber nicht bietet.

Zunächst muss herausgefunden werden, wo sich die gewünschten Kandidaten aufhalten. Welche Kanäle sind die passenden, um meine Zielgruppe zu erreichen?

Im nächsten Schritt muss die richtige Ansprache gefunden werden. Bei IT-Fachkräften handelt es sich meist um passiven Kandidaten. Sie sind anspruchsvoll und befinden sich bereits in einer Anstellung. Da sie täglich mehrfach Jobangebote bekommen, lassen Sie sich nicht von einer Standardansprache überzeugen. Sie erwarten, dass der Recruiter sich bereits vor der Ansprache mit ihrem Profil auseinandergesetzt hat und die Ansprache deshalb passend und fundiert ist. Es bedarf eines hohen menschlichen Aufwands, die passenden Kandidaten für ein Profil zu identifizieren.

Sollte die persönliche Ansprache das Interesse des Kandidaten geweckt haben, muss sichergestellt sein, dass Ihr gesamter Arbeitgeberauftritt professionell ist. Der Kandidat wird Ihre Karriereseite und Ihre Stellenanzeigen besuchen. Somit sollte gewährleistet sein, dass diese ansprechend gestaltet sind und den Kandidaten in einem weiteren Schritt überzeugen.

Der wichtigste Punkt ist, dass Sie Ihre Tätigkeiten analysieren und auswerten. Es ist relevant zu wissen, an welchem Punkt der Kandidat aus dem Bewerbungsprozess aussteigt. Nur so können Sie erfahren, an welcher Stelle Sie diesen optimieren müssen.

Sollten Sie diese Informationen nicht analysieren, dokumentieren und auswerten, müssen Sie bei Ihrer Rekrutierung wieder bei Null starten. Sie sammeln keine Erfahrungswerte und bauen keinerlei Know-How auf.

 

Direktansprache Stellenanzeigen Performance Daten in Talention

Screenshot: Beispiel von Performance-Daten einer Stellenanzeige im Talention Kampagnenmanagement. Hier können Sie in der Übersicht, direkt ablesen, wie viele Klicks auf Ihre Stellenanzeige gemacht wurden.

 

Sie bauen Wissen auf, das Ihnen in zukünftigen Rekrutierungen helfen wird. Erlangen Sie mehr qualitative Bewerbungen und machen Sie den Anfang, indem Sie die zuvor genannten Tipps anwenden.

Der gesamte Prozess einer Direktansprache im Recruiting ist sehr intensiv und zeitaufwändig, allerdings im IT Recruiting unabdingbar. Daher möchten wir Ihnen hier einige Möglichkeiten aufzeigen, die Sie begleitend zu der Direktansprache nutzen können.

SEO

Stellen Sie sicher, dass Ihre Stellenanzeigen suchmaschinenoptimiert sind, damit Sie auch Jobsuchmaschinen oder bei Google gefunden werden. So bietet sich Ihnen die Möglichkeit, Google als kostenlosen Kanal zu verwenden.

Kostenlose Kanäle

Kostenlose Jobbörsen können Ihnen die gewünschten qualitativen Kandidaten liefern. Hier sollten Sie allerdings auch monitoren, wie erfolgreich die Schaltung für Sie ist.

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Stellenanzeige auf den richtigen Kanälen schalten. Analysieren Sie, auf welchen Kanälen Ihre Zielgruppe aktiv ist. Und beachten Sie, dass passive Kandidaten nicht auf den üblichen Jobbörsen unterwegs sind, sondern eher durch passive Kanäle erreicht werden können.

Unter passiven Kanälen sind z.B. soziale Medien, wie Facebook, Linkedin und Xing zu verstehen. Sie finden eine ausführliche Anleitung für Schaltung von Anzeigen auf Facebook hier, auf Xing hier und auf LinkedIn hier. Es kann die gewünschte Zielgruppe angefiltert und ihr die passende Werbung eingeblendet werden. So erlangen Sie auch die Aufmerksamkeit von Kandidaten, die nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Interessentenbindung (Talent Pool)

Der Interessentenbindung wird leider häufig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Was passiert, wenn ein geeigneter Kandidat Ihre Karriereseite besucht, aber derzeit kein passender Job verfügbar ist? Lassen Sie diese nicht einfach wieder gehen und verlieren so den Kontakt. Viel eher sollten Sie den Kandidaten die Möglichkeit geben, sich in ein Jobabo einzutragen. So können Sie durch regelmäßige Newsletter oder aktuelle Jobangebote den Kontakt halten und die Kandidaten so an sich binden.

Durch diese Interessentenbindung bauen Sie sich eine eigene Pipeline auf, aus der dann rekrutiert werden kann.

In unserem Beitrag "Der ultimate Guide für Active Sourcing " finden Sie weitere Materialien zum Thema Active Sourcing.

Eine Recruiting Marketing Software kann Ihnen dabei helfen, die verschiedenen Kanäle und Ansprachen nachzuvollziehen und auszuwerten. Gerne zeigen wir Ihnen in einer kostenlosen Demo, wie die Umsetzung für Ihr Unternehmen aussehen kann. Hier können Sie eine kostenlose Demo anfordern.

Neuer Call-to-Action (CTA)

Themen: IT Fachkräfte Recruiting